Unser Rückblick auf den 19.09.2020

“Hätt Maria abgetrieben wärt ihr uns erspart geblieben”

Hier ein kleiner Rückblick zu unserer Demo am 19.09, wo wir uns gemeinsam laut und stark gemacht haben gegen die marschierenden Fundamentalist*innen, die uns unsere Rechte auf Selbstbestimmung absprechen und unseren Queerfeminismus angreifen wollten. Danke an alle die da oder auf anderen Gegenprotesten unterwegs waren! 💖
Wenn ihr uns eine Rückmeldung geben wollt, also Kritik an Awareness, Organisation etc oder ein anderes Problem zu habt und dieses gern äußern und besprechen würdet, seid ihr herzlich zu unserem offenen Reflektionsplenum am 28.10 eingeladen. Wenn ihr kommen wollt, schickt uns doch eine Nachricht, damit wir einen Überblick über die Anzahl haben und denkt an Mund-Nase-Schutz.

Sonst sehen wir uns bald wieder 😉
Queerfeministische Grüße

Solidarität mit der Liebig34! auf Instagram

Morgen soll das anarcha-queer-feministische Hausprojekt @liebig34bleibt geräumt werden. Die Liebig steht seit über 30 Jahren für den Kampf gegen das Patriarchat, bestehende Geschlechterrollen, die ausbeuterische Leistungsgesellschaft, für intersektional gedachten Queer – Feminismus und ein solidarisches Miteinander. Allein das macht die L34 für uns zu einem wichtigen, unersetzbaren Freiraum im Friedrichshainer Nordkiez, in dem wir uns entfalten, zusammen lachen und politische Arbeit machen können.
Die Liebig ist aber auch noch ein FLINTA* Wohnprojekt und so ein Schutzraum für viele FLINTA* Menschen, die einen Ort ohne cis-Typen suchen, indem ein Leben fernab des cis-hetero-Patriachats möglich ist.
Neben dem Wohnprojekt gibt es noch den Infoladen “Daneben” und die Bar, in der wir im März auch unser FLINT* only Soli – Party gefeiert haben. Dadurch macht die Liebig auch wichtige Bildungs- und Kulturarbeit im Kiez, belebt die Straßen und macht sie bunter, kritischer und kämpferischer.
Wir können und wollen uns ein Berlin ohne die L34 nicht vorstellen und stellen uns gemeinsam gegen die Räumung und gegen die Gentrifizierung in Berlin generell.
Potse, Meute, Liebig bleibt! One struggle, one fight!


FLINTA* bedeutet Frauen, Lesben, Inter-, Non-bi ary-, Trans-, A-Gender-Personen und alle gender queeren Menschen. Gemeint sind Alle außer Cis-Männer, das heißt alle, die Benachteiligung und Unterdrückung vom Patriarchat erleben.

Redebeitrag bei der Kundgebung gegen Attila Hildmann am 28.08.2020

Attila Hildmann polarisiert aktuell vorallem mit seinen abstrusen Verschwörungstheorien und seinen rassistischen Äußerungen. Durch eine angebliche Weltverschwörung, in der Bill Gates und eine Verchipung durch Impfungen eine Rolle spielen, sieht er unsere Grundrechtebedroht. Deshalb spricht er sich vehement gegen Impfungen aus und ist auch bereit in den bewaffneten Kampf zu ziehen. Alles, um für sein deutsches Vaterland zu sterben. Über Telegramm und YouTube mobilisiert er öffentlich für diesen Kampf und das viel zu oft ohne Konsequenzen! Doch auch aus queerfeministischer Perspektive ist Attila Hildmann schwer zu verurteilen! In seiner öffentlichen Präsenz inszeniert er sich als martialischer Widerstandskämpfer und versucht durch klare Männlichkeitsinszenierung Ängste und Unsicherheiten zu verstecken. Er will ein starkes Bild nach außen verkörpern. Männlichkeit setzt er hierbei gleich mit Verteidigung, Bewaffnung und einem standhaften zur Wehr setzen.
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Demonstration für Selbstbestimmung (19.09.2020)

Stell dir vor du bist schwanger.
Stell dir vor du bist schwanger, aber hast nicht die finanziellen Ressourcen ein Kind zu versorgen.
Stell dir vor du bist schwanger und das nach einem traumatischen sexuellen Missbrauch.
Stell dir vor du bist schwanger, aber willst kein Kind bekommen. Du hättest die Möglichkeit die Schwangerschaft abzubrechen, doch dir fehlen nicht nur nötige Informationen, sondern du musst auch Angst haben vor Menschen, die dich dafür als Möder*in anfeinden.
Einmal im Jahr kommen diese Menschen aus ganz Deutschland nach Berlin um gegen Selbstbestimmungsrechte zu demonstrieren. Aber nicht mit uns!

Desahlb gehen wir am 19.09. auch auf die Straße und sind zusammen laut, denn: Unsere Körper, unsere Entscheidungen! #mybodymychoice
§218 und §219 wegschwemmen!

Am 19.09. um 12:30 am Potsdamer Platz! Kommt mit all euren Freund*innen & Genoss*innen! Menschen, die nicht schwanger werden können, bitte kommt auch und unterstützt unsere Proteste!